Feiern

„Es ist eindeutig an der Zeit, dass wir lernen unsere emotionalen Bedürfnisse zu befriedigen, ohne uns dem Absurden hinzugeben. Wir müssen Mittel und Wege finden, uns auf die Kraft des Rituals zu berufen und die Übergänge, die in jedem Menschenleben nach Tiefgründigkeit verlangen – Geburt, Hochzeit, Tod –, so zu vollziehen, dass wir uns dabei nicht mehr über die wahre Natur der Dinge in die eigene Tasche lügen.“

Dr. Sam Harris, Philosoph und Neurowissenschaftler


Immer weniger Menschen glauben an „Gott“. (Wie steht es mit Dir? Mach den Atheisten-Test!) Trotzdem heiratet die Mehrheit in der Kirche, tauft ihre Kinder, schickt sie in den Religionsunterricht. Die Kinder machen Kommunion und Firmung. Die meisten Begräbnisse sind religiös geprägt. Im starren Rahmen religiöser Rituale wird persönlichen Wünschen und Bedürfnissen jedoch kaum bis gar nicht Rechnung getragen.

Viele Entschlüsse pro kirchliche / religiöse Zeremonien werden nicht aus religiöser Überzeugung heraus getroffen, sondern wegen effektivem oder empfundenem sozialen Druck (z.B. seitens der Familie), oder schlichtweg aus Angst oder Unbehagen, „anders zu sein“ und gegen den Strom zu schwimmen. Vielleicht auch aus Mangel an Alternativen? Auf folgenden Seiten finden Sie u.a. auch Aussagen von Betroffenen.

Es gibt aber auch Möglichkeiten, all diese wichtigen Etappen des Lebens ohne „Gott“, Religion und Kirche zu durchleben. Feste und Zeremonien können durchaus frei von religiösen Zwängen und trotzdem, je nach Anlass, lebensfroh, gebührend oder bewegend gefeiert werden. Wichtige Ereignisse wie Geburt, Heirat oder Abschied können nach persönlichen Wünschen und Bedürfnissen gestaltet werden.

A.H.A. Lëtzebuerg will aufzeigen, warum es im 21. Jahrhundert sinnvoll ist:

  1. seine Kinder nicht kurz nach der Geburt in eine religiöse Schublade zu stecken, sondern ihnen die persönliche Entscheidung betreffend ihre Weltanschauung selber zu überlassen - als erwachsene und mündige Menschen;
  2. religionsfrei und „gottlos“ zu feiern, wenn man ohnehin nicht religiös ist;
  3. von der Familie und der Gesellschaft Respekt einzufordern gegenüber der eigenen Entscheidung, frei von Religion zu feiern.

Auf folgenden Seiten finden Sie, neben allgemeinen Überlegungen, Alternativen betreffend: 

Auch über ein Austreten aus der Kirche könnte man nachdenken.

Des Weiteren kann man nachdenken, wie man andere, jährlich wiederkehrende Feste feiert. Hier zB. ein paar Gedanken zu Weihnachten.

Ostern kann man als Hasenfest feieren; dies ist viel lustiger als die religiösen Dogmen und macht auch den Kindern viel mehr Spaß!